Luftreinigende Pflanzen

Warum nehmen wir gerade die Innenluft unter die Lupe?

Das hat zwei Gründe: Tag und Nacht halten wir uns hauptsächlich in Räumen auf. Und sind als Stubenhocker stets direkt an der »Quelle«, das heißt ganz nah an jenen Materialien, die Schadstoffe ausdünsten. Einige Umweltgifte kommen durchaus von draußen ins Haus, die meisten aber tragen wir hinein – oder produzieren sie selbst in unseren vier Wänden. Manche Beschwerden atmen wir geradezu ein! Substanzen, die als Auslöser in Frage kommen, entweichen aus Baustoffen, Möbeln, Textilien, Elektronik und sogar aus Kinderspielzeug. Nicht zu vergessen: Menschliche Aktivitäten beeinflussen ebenfalls die Qualität der Raumluft; vor allem wenn du rauchst, im Hobbykeller werkelst oder auch nur putzt, kochst oder Feuer in deinem Kamin machst.

Wie merke ich, dass Luftschadstoffe im Raum sind?

Nehmen wir zum Beispiel Formaldehyd: Ist zu viel davon in der Luft, sticht es dir in die Nase. Das giftige, farblose Gas ist hochkonzentriert in Tabakrauch enthalten; es entsteht auch, wenn man Holz, Kohle oder Gas verbrennt. Als chemischer Grundstoff wird Formaldehyd in zahlreichen Produkten eingesetzt – in Kunst- und Schaumstoffen, Leimen, Textilien, Haushaltsreinigern, Kosmetika, manchmal sogar als Desinfektionsmittel für Nahrung. Das Tückische an vielen anderen Luftschadstoffen aber ist: Du riechst sie nicht, du siehst sie nicht. Und doch sind sie da, verschmutzen die Atemluft und dadurch den Organismus. Erst wenn sich Symptome zeigen, beginnst du zu grübeln. Wieso muss ich immerzu husten? Warum tränen meine Augen schon wieder? Komisch, ich bin seit Wochen ständig müde!

Benzol

An jeder Tankstelle kann man’s riechen: In Benzin steckt Benzol, in vielen Farben, Gummi, Kunststoff. Typische Vergiftungserscheinungen sind Brechreiz, Schwindel, Kopfweh und (Schleim-)Hautirritationen.

Trichlorethylen

Die farblose Flüssigkeit riecht süßlich, ist Bestandteil von Druckfarben, Lacken, Reinigern (z. B. Fleckenwasser) und bestimmten Kunststoffen. Trichloretylen irritiert die Schleimhäute, macht müde.

Formaldehyd

Als chemischer Grundstoff wird es in zig Produkten eingesetzt wie Papierwaren, Pressholz, Bodenversiegelung. Formaldehyd entweicht auch beim Kochen am Gasherd – und greift die Augen und Atemwege an.

Toluol

Als Lösemittel findest du es in Farben, Lacken und Benzin; auch in Fettreinigern, Möbelpflege- und Klebemitteln ist Toluol enthalten. In den Körper gelangt dieses Gift über die Atemwege und die Haut.

Phthalate / Weichmacher

Die »Weichmacher« kommen in sehr vielen Konsumgütern aus Plastik vor. Phthalate verursachen hormonelle Ver änderungen, die zu Diabetes und Übergewicht führen können. Werden als fortpflanzungsgefährdend eingestuft.

Ammoniak

Verwendet wird es bei der Herstellung von Düngern und Kunstharzen; auch in Glasreinigern ist es enthalten. Schon in geringer Konzentration reizt es als stechend riechendes Gas vor allem die Augen.